Kassenabschlag nicht erhöht?
Die FAZ berichtet, dass die Koalition nun wohl doch nicht den Kassenabschlag von 1,75 EURO auf 2,10 EURo erhöhen möchte, da dies mit der Veränderung der Preisspannenverordnung eine Mehrbelastung von insgesamt ca. 630 Mio. EURO komplett zu Lasten der Apotheken wäre. Es ist von der Regierung beabsichtigt, dass alle vom Großhandel gewährten Rabatte abgeschöpft werden, dieser somit die Senkung der Spanne an die Apotheken weiterreichen sollte. Im Gegenzug bleiben die Rabatte zu Gunsten der GKV gleich.
Für die Apotheken wäre dies eine gute Nachricht, da die Kürzung (Senkung der Großhandelsrabatte) von mindestens 400 Mio EURO einer Erhöhung (Rabatt zu Gunsten der GKV von EURO 2,30 auf 1,75 gesenkt) gegenüber den Jahren 2009/2010 von 330 Mio EURO gegengerechnet werden kann. Es wird jedoch zu einer sehr starken Umverteilung kommen, wohl zu Gunsten der eher regionalen und mittleren Apotheken.
Dieser Meldung steht allerdings eine Information von apotheke-adhoc gegenüber: Herr Hollstein berichtet von Gerüchten, den Abschlag zu Gunsten der GKV nicht beizubehalten, sondern auf 3,20 EURO zu erhöhen! Dies würde eine Mehrbelastung von deutlich über einer Milliarde EURO gegenüber diesem Jahr bedeuten - dann könnten Apotheken und pharmazeutischer Großhandel besser gleich schließen und sich verstaatlichen lassen.