Dr. Fritz Oesterle: “Viele Apotheken belasten das System”

Der Vorstandsvorsitzende der Celesio AG, Dr. Fritz Oesterle hat in einem Interview in der Welt mit dem Parlamentarischer Staatssekretär, Daniel Bahr eine interessante Theorie zur Effizienz von Apothekenketten: “Es geht vor allem um eine gute und effiziente Versorgung. Und hier muss man feststellen, dass zu viele Apotheken das System sehr wohl belasten. Wenn Sie eine Apotheke am Ort haben, und sie macht beispielsweise eine Million Euro Umsatz, dann machen zwei Apotheken am gleichen Ort zusammen mehr als eine Million Umsatz, und das nicht etwa, weil die Krankheitsquote steigt.”

Damit will er behaupten, dass je mehr Apotheken an einem Ort sind, die Ausgaben für Arzneimittel zu lasten der GKV ebenso steigen. Nachdem Herr Bahr wie auch der Gesundheitsökonom Professor Dr. Norbert Klusen dies ausdrücklich verneinen, bekräftigt er noch einmal: “Es ist nachgewiesen, dass zwei Apotheken vor Ort zusammen mehr umsetzen – auch bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln - als nur eine Apotheke. Die Nachfrage des Patienten beim Arzt wird größer, wenn mehr Apotheken da sind. Das Verschreibungsverhalten des Arztes (!) verändert sich dann”.

Jetzt heißt es dieses Nachweis auch einmal zu erbringen. Aber klar ist auch: Die Celesio verfolgt in Deutschland weitehin einen Masterplan.

2 Reaktionen zu “Dr. Fritz Oesterle: “Viele Apotheken belasten das System””

  1. Chris Marsch

    DEN Nachweis hätte ich auch gerne mal gesehen - ist es nicht viel eher so, das wenn es VORHER 2 Apotheken gab, die eine dann zu macht, die verbleibende dann mehr Umsatz macht, weil sie den GESAMTBEDARF abdecken muss?

  2. Nikolaus Guttenberger

    Nun kann man sich eine Meinung bilden, und seine Einkäufe so vornehmen, wie der eigene Verstand es gebietet ;-)

    (…Falls dieser Prozeß nicht schon vor einiger Zeit abgeschlossen wurde…)

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