Medco und Celesio
Die GEHE nennt es ein “joint venture mit sektorübergreifenden Lösungen um langfristig die Qualität der Gesundheitsversorgung von Patienten zu erhöhen”, man kümmert sich um “innovative und sektorübergreifende Dienstleistungen von Patienten mit chronischen und komplexen Erkrankungen wie Diabetes, Asthma , hohe Cholesterinwerte…..” Man darf dabei nicht vergessen, dass dies hier aus dem Munde der beiden größten Versandapotheken kommt, die sich nun mit der Kompetenz des pharmazeutischen Großhandels vereint.
Die Konsequenz ist klar - Verträge mit Krankenkassen, Call Center und direkte Belieferung der Patienten. “Krankenkassen und deren Versicherte sollen zulassen, dass die neue Firma Daten über die Medikamentierung erhält und auswerten kann. Anschließend sollten die Daten mit Ärzten besprochen werden, sagte Oesterle. Die Patienten sollen ihre Medikamente dann von den Versandapotheken nach Hause geschickt bekommen, wo ihnen zusätzlich geschultes Pflegepersonal bei der Einnahme helfen kann” .
War da nicht was? Ach ja, die Apotheke vor Ort! Naja…was solls`……
Elegant ist auch, dass besonders betont wird dass man gegen das gesetzliche Pick-Up Verbot nicht vorgehen möchte. Denn Medco ist Eigentümer der Europa Apotheek und damit die Versandapotheke mit den Pick-Up Stellen im dm Markt. Zum Zeitpunkt der Verkündigung dieser großzügigen Gesetz war jedoch schon klar, dass das Pick-Up Verbot in Apotheken nicht kommen wird.
Am 24. Juni 2011 um 09:50 Uhr
[…] …die Frage stellt sich bei dem Interview nur, ob man diese beiden Richtungen nicht auch bisher schon verfolgt hatte? Eigene Apotheken hat man ja schon mit 2300 nicht ganz wenig. Mit Movianto hat man einen Logistiker und die Zusammenarbeit mit MEDCO ist ja nun auch schon bekannt - auch Pharmexx ist im Portfolio. Vielleicht sollte man mal versuchen im pharmazeutischen Großhandel wieder Geld zu verdienen? […]