Das Märchen vom Pick-Up

Es ist die zu erwartende Reaktion der SPD Fraktion nach der Beanntgabe der Pläne des BMG: “Die Apotheker konnten sich bei der Einschränkung des Versandhandels durchsetzen und Pick-up-Stellen werden verboten. Das bedeutet weniger Wettbewerb, höhere Kosten und eine schlechtere Versorgung mit Arzneimitteln für viele Patienten.”

Weniger Wettbewerb? Höhere Kosten? Schlechtere Versorgung?  

Weniger Wettbewerb?

Der Wettbewerb der Preise über die Versandapotheken ist in vollem Gange, schon viele Jahre werden immer mehr Packungen zu immer geringeren Preisen über Versandapotheken verkauft. Schon letztes Jahr ist dieser Markt erneut stark gewachsen. Dieses Wachstum kommt sicherlich nicht wegen des PickUp Systems - denn es ist oft umständlicher noch einmal in eine Drogerie zu laufen, als sich das Paket nach Hause schicken zu lassen.

Der Anteil des PickUp Systems am gesamten Versandhandel ist äußerst gering, denn nur zwei Apotheken betreiben dies über zwei Drogeriemärkte -  und dies ohne jegliche Kontrolle. Es war schon soweit, dass man Arzneimittel an der “Tanke” abholen konnte - ist es dass was die SPD will? Medikamente haben dann das Niveau einer Zigarette, oder eines Kaugummis? Toller Wettebwerb!

Höhere Kosten?

Dies muss mir mal irgendwer von der SPD erklären, wieso Pick Up weniger Kosten verursacht. Klar, wenn ich überhaupt keinen Apotheker mehr bei der Arzneimittelabgabe haben will, dann ist es billiger.

Schlechtere Versorung?  

Auch dies muss mir mal jemand erklären. Neben 21.500 Apotheken sollen die 1200 dm Filialen und die 11.000 Schlecker Filialen also die Versorgung verbessern? 

Es bleibt also festzhalten, dass man weiter Stimmung machen will. Es klingt halt so gut, es lässt sich so nett verkaufen - aber es ist inhaltlich falsch und es wird von allen Medien nachgeplappert.  

Eine Reaktion zu “Das Märchen vom Pick-Up”

  1. Apotheken-Nachrichten » Blog Archiv » “Pick Up” Verbot kommt nicht

    […] Wie die FAZ berichtet, wird es wegen Bedenken einiger Ministerien, nicht zum Verbot der “Pick-Up” Stellen in Dorgerien kommen. Ein mögliches Verbot sei wohl verfassungswidrig, so ist es aus dem Justiz- und dem Innenministerium zu hören. An der Diskussion um diese Pick-Up Stellen in Drogerien wird in der Presse insgesamt schon eine “Klientelpolitik” der Regierungskoalition vermutet, weil man damit den Versandhandel “unterbinden” will. Der Nutzen für den Verbraucher ist gering, deshalb gibt es von keiner Seite Äußerungen dazu, wieviel Umsatz damit generiert wird. Jedoch ist der Nutzen für die Drogerien hoch, denn somit kann man sich als Gesundheitsmarkt gegenüber den Apotheken in Stellung bringen - um nichts anderes geht es. […]

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