IfH: Apothekenlager ausgezeichnet optimiert
Nach einer neuesten Studie innerhalb des Apothekenbetriebsvergleiches durch das Institut für Handelsforschung (IfH), haben sich die Kapitalbindungskosten in der Apotheke in den letzten Jahren deutlich reduziert. So sank der durchschnittliche Lagerbestand je qm Geschäftsfläche zwischen 2005 und 2007 von 650 € auf 554 € (-15 %). Der Lagerumschlag erhöhte sich im gleichen Zeitraum von 11,3 auf 12,2 (+8 %). Gemessen am Lagerumschlag des Jahres 2000 von 9,1 betrug der Anstieg gut ein Drittel (+34 %); bezogen auf 1995 liegt die Veränderungsrate bei rund 47 %. Im Vergleich zu anderen Einzelhandelsbranchen weisen Apotheken damit einen überdurchschnittlich hohen Lagerumschlag auf.
Lediglich im Lebensmitteleinzelhandel lag der Lagerumschlag mit 12,8 oberhalb des Wertes der Apotheken. Unter Effizienzgesichtspunkten schneidet das Apothekenlager damit überdurchschnittlich gut ab.
Diese Leistung wird in dieser Studie in erster Linie auf die Logistik des pharmazeutischen Großhandels zurückgeführt. “Dieser hält Arzneimittel und andere apothekenübliche Waren in großen Mengen vor und liefert diese mehrmals täglich in bedarfsgerechten Mengen aus. Im Durchschnitt werden Apotheken von einem Großhändler dreimal am Tag beliefert. Wie pharmazeutische Großhändler Apotheken im Hinblick auf ihre Lagerhaltung entlasten, zeigt sich im Bestell- und Lieferverhalten der beiden Akteure. So ordern Apotheken in einer Bestellung verhältnismäßig viele unterschiedliche Präparate in kleinsten Mengen von einer großen Zahl an Herstellern.”