Pharma-Großhandel kritisiert 15. AMG-Novelle

Die nun nicht kommende Anpassung der Großhandelsspanne benachteiligt den vollversorgenden Großhandel im Wettbewerb, so Dr. Thomas Trümper, Vorstandsvorsitzender des PHAGRO. 

Der Bundesverband des pharmazeutischen Großhandels PHAGRO äußert Kritik an dem Gesetz, weil es ohne die dringend erforderliche Anpassung der Arzneimittelpreisverordnung verabschiedet wurde. Als wesentliche Träger der flächendeckenden Arzneimittelversorgung sehen die PHAGRO-Mitgliedsfirmen ihre Forderungen nicht berücksichtigt. Den Patienten ist meist nicht bewusst, dass Apotheken ihre gute Arzneimittelversorgung nur mit Hilfe des vollversorgenden Pharmagroßhandel, die alle nachgefragten Arzneimittel schnell und sicher liefern, gewährleisten können.

Mit der erforderlichen Neuregelung der Vergütungsstruktur sollte deshalb erreicht werden, dass auch preisgünstige Arzneimittel einen angemessenen Beitrag zu ihren Distributionskosten leisten. Der Vorstand des PHAGRO bedauert, dass die große Chance verpasst wurde, die dringend erforderliche Stützung des Prinzips der Vollversorgung vorzunehmen. Die noch verbleibenden 13 vollversorgenden Pharmagroßhändler in Deutschland sehen sich jetzt vor der schwierigen Aufgabe, wie im Rahmen des Versorgungsauftrags das bestehende Niveau der Arzneimittelversorgung trotz dieser Benachteiligungen und ohne eine ausgewogene Vergütung aufrecht erhalten werden kann.

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