KBV will Neuausrichtung der Arzneimittelversorgung

Der KBV Vorstand Dr. Carl-Heinz Müller sprach sich dafür aus, dass die niedergelassenen Ärzte in der Regel zukünftig nur noch Wirkstoffe verordnen sollen. “Die Verantwortung für die Arzneimittelpreise aber sollen die Krankenkassen und die Pharmaindustrie tragen, da die gesetzlichen Regulierungen für den Arzt völlig unüberschaubar geworden sind.”

Die ABDA begrüßte diese Vorgehensweise umgehend. “Die Apotheken würden somit mehr Verantwortung für die wirtschaftliche Auswahl eines bestimmten Präparates tragen.”, so der Vorsitzende des DAV, Fritz Becker.

Eine Reaktion zu “KBV will Neuausrichtung der Arzneimittelversorgung”

  1. Hans Bracht

    Die KBV hat recht.
    Das Preisfindungssystem für Arzneimittel in Deutschland ist inzwischen äussert intransparent geworden.Das Margenversteckspiel der Krankenkassen durch die jüngsten Rabattschlachten mit der Pharmaindustrie auf dem Rücken der versicherten Patienten lässt das Fass überlaufen.
    Ich kann der KBV nur raten äusserst sensibel mit Kompetenzen- schmälerungen umzugehen.Werden heute Kompetenzfelder in der Therapiewahl- und freiheit aufgegeben ,so sind diese Felder in Zukunft extrem schwer zurück gewinnbar.Sich im Kompetenzgerangel mit den Kassen und der Pharmaindustrie zurückzuziehen wird das Arzneimitteldistributionssystem für den Patienten keinen Deut verbessern.Ganz im Gegenteil ;umso grösser die Einflussnahme von Nichtmedizinern,also durch Kaufleute der Kostenträger ,umso insuffizienter werden auch die Versorgungsqualitäten mit dem breiten Spektrum von Therapiemöglichkeiten.

    Fazit:
    Felder nur räumen ,wenn gewährleistet werden kann,dass die die Versorgungsqualität unserer Patienten nicht dauerhaft geschädigt wird.Ein Versorgungssystem hin zur Übergewichtung der rein monäteren Betrachtungsweise kann nicht im Sinne aller Beteiligten sein.

    Ich bin für die radikale Reformation des Preisfindungssystems bei Arzneimitteln.Eine Auflistung der augenblicklich vorhandenen Stellfaktoren zur Preisfindung würde diesen Rahmen sprengen.Dies könnte helfen,dass die Praktiker sich in Zukunft wieder intensiver dem Patienten zuwenden könnten,ohne Gefahr zu laufen irgendwo haftbar gemacht zu werden,für eine angebliche unwirtschaftliche Verschreibungs - od. Abgabepraxis.

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