Gegendarstellung des Wort und Bild Verlages

..zu dem Bericht aus Frontal 21. Alle, die wir in bestimmten Bereichen tätig sind, wissen ja, wie häufig diese Berichte - “aufgehübscht” - werden, um auch ja eine Sensation zu liefern. Deshalb sllen Auszüge aus der Gegendarstellung hier auch Gehör finden:

Ihr Mann hält die Zeitschrift heute für mitverantwortlich am Tod seiner Frau.” Wie perfide die “Frontal 21″-Autoren sich hier Argumente zurechtbiegen, zeigen folgende Tatsachen:

1. Weder das der Frau verordnete Präparat noch der darin enthaltene Wirkstoff werden in dem kritisierten Artikel der Apotheken Umschau genannt.

2. In dem Artikel, der fünf Monate vor Monika K.s Tod erschien, wird ausdrücklich davor gewarnt, dass es zu Beginn der medikamentösen Therapie neben anderen Nebenwirkungen zu einer “Kurzschlusshandlung, einem Suizidversuch” kommen kann.

3. Auf der Website, die Monika K.s Witwer seit Anfang 2008 betreibt, heißt es: “Meine Frau hatte sich in Zeitschriften und auf deutschsprachigen Internet-Seiten über die Wirkungsweise und Risiken der SSRI-Antidepressiva informiert. Doch damals wurde in allen deutschen Medien behauptet, die SSRIs seien gut verträglich und sicher. Von Risiken war nicht die Rede.” Gerade in der am 15.

November 2004 erschienenen “Apotheken Umschau” wurde aber explizit auf die Risiken und Nebenwirkungen hingewiesen.

4. “Frontal 21″ verwickelt sich selbst in Widersprüche. Die Autoren hatten den Fall Monika K. bereits in der Sendung vom 2. Dezember 2008 dargestellt, eine Woche vor der Ausstrahlung der Dokumentation “Das Pharma-Kartell”. Dabei wurde die “Apotheken Umschau” jedoch nicht erwähnt. Vielmehr wurde ausgeführt: “Erst im Oktober 2005 wurde die Selbstmordgefahr als mögliche Nebenwirkung in der Produktinformation des Medikaments erwähnt. Zu spät für Monika K. Sie nahm sich im April 2005 das Leben.” Wenn Monika K. - wie von “Frontal21″ unterstellt – die Apotheken Umschau vom 15. November 2004 wirklich gelesen hätte, dann hätte sie die mögliche Suizidgefahr gekannt.

Fazit: Der Vorwurf, die “Apotheken Umschau” sei mit schuld am Suizid von Monika K., ist nachweislich falsch. Die Zeitschrift hatte bereits fünf Monate vor deren tragischem Tod wahrheitsgemäß und ausführlich auf die Suizidgefahr und andere Nebenwirkungen hingewiesen (siehe vor allem Punkt 2).

Der “Frontal 21″ -Beitrag enthält noch einen weiteren Vorwurf: Astrid Randerath und Christian Esser suggerieren, die Redaktion der “Apotheken Umschau” sei durch Anzeigenschaltungen zu beeinflussen. Den Beweis hierfür – also einen gedruckten Artikel des Blatts, der journalistische oder presserechtliche Qualitätskriterien verletzt – bleibt “Frontal 21″ jedoch schuldig.

Wir stellen klar: In den Medien des Wort & Bild Verlags sind Redaktion und Anzeigen strikt getrennt. Die Unterlagen, die für eine Überprüfung unserer redaktionellen Qualität nötig sind, sind öffentlich zugänglich – Monat für Monat in der Apotheke.

Zum Nachlesen: Den Artikel “Wege aus der Depression” in der “Apotheken Umschau” vom 15. November 2004 finden Sie unter www.wortundbildverlag.de unter Aktuelles.”

 

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