Gekaufte Berichte bei der Apotheken-Umschau?
Die Sendung Frontal 21 hat einen sog. “Skandal” aufgedeckt und behauptet, dass die Apotheken Umschau, eine der größten deutschen Zeitschriften überhaupt, mit Anzeigenberatern agieren, die auch redaktionelle Texte für verschreibungspflichtige Arzneimittel anbieten.
Man merkt, dass weder die eine Seite , noch die andere Seite wirklich Ahnung haben. Dass eine Anzeigenverkäuferin von vanitiy fair eine “promotion Anzeige” verspricht, ist nichts ehrenrüchiges. Solche Anzeigen existieren in allen Zeitungen - da steht nur oben links oder rechts, sehr klein gedruckt, dass dies eine Anzeige ist. Dass man für verschreibungspflichtige Arzneimittel keine Werbung machen kann, wird spätestens von der Rechtsabteilung bemerkt. Hier wird mal wieder etwas aufgekocht, was nicht sehr heiß ist!
Was die Apotheken Umschau da anbietet ist sicherlich weniger seriös, aber überraschend?
Am 15. Dezember 2008 um 21:17 Uhr
Ehrlich gesagt, überrascht mich über die Existenz dieses Blattes überhaupt nichts mehr! Ich erlebe die Praxis.
Die alten Leute heute kleben in einer überproportionalen Mehrheit regelrecht an diesem Blatt. Die ewige Jugend funktioniert nicht, weder über Schönheitschirurgie, noch über Gingko, Knoblauch-Pillen oder sonstwas. Anstatt mal mit sich und dem Alter konform zu gehen, klammern sich viele alte Menschen an Wundermittel, die z.B. eine Apotheken Umschau im regelmäßigen Rythmus präsentiert.
Familiäre Zusammenkünfte sind mittlerweile hochbelastet, wenn nicht regelrecht kontaminiert von diesem Zeugs. Gibt’s vielleicht auch noch bei jungen Leuten in solchen Familien gesundheitliche Probleme, dann ist der Ofen ganz aus … man findet ja wirklich nicht mehr rechtzeitig den Knopf zum Abstellen! DAS ist kein Einzelphänomen! Das ist inzwischen eine Volksseuche - und daran sind solche Gazetten sehr beteiligt!
Vielleicht sollten solche Magazine inklusive irgendwelcher ausgelagerter Artikelschreiber im Hochglanz-Print mal ihre soziale Verantwortung überprüfen?
Ich fände das mehr als O.K. - Nichts gegen sachlichen Journalismus - im Gegenteil! Die Apotheken Umschau und alle verkappten oder nicht verkappten Werbe-Jahrmärkte haben damit in der Gegenwart nichts zu tun! Sollte es mal anders werden, schreiben Sie mir doch bitte einen kurzen Kommentar - dann schau’ ich auch mal wieder hin …
Bis dahin werde ich versuchen, meine betagten Eltern von diesem Werbe-Zirkus fernzuhalten - so schwerlich es mir auch gelingen mag …
Am 12. Januar 2009 um 15:58 Uhr
Nun ja, Sie haben ja beide Recht!
Aber andererseits ist es ja auch so, dass unsere heutigen Medien NUR noch von bezahlter Werbung leben - wie anders wären TV Sendungen und Zeitschriften sonst noch zu finanzieren? Schade ist nur dass der “ehrliche Journalismus” dabei zu Gunsten der Werbeeinnahmen manchmal auf der Stecke bleibt.
So weiss ich z.B. persönlich von der Apotheken Umschau, dass sie niemals einen Artikel ode Bericht von mir oder über meine derzeitigen Tätigkeiten veröffentlichen würde, wenn ich nicht auch Anzeigen schalte.
Dazu muss ich vielleicht ergänzend erklären, dass ich mit der CLAIRE FISHER Kosmetik nichts mehr zu tun habe, seitdem ich die Kosmetimarke für Deutschland an Pfier, heute Chefaro, verkauft habe.
Heute interessieren mich Themen wie Altzheimer, Obdachlosigkeit und Armut in Deutschland und die präsentiere ich so gut wie ich kann auf meinem Blog claire-fisher.eu, wo es aber manchmal auch was Lustiges gibt:-)
Es ist wirklich sehr schade, dass Medien wie die Apothekenumschau SO kommerziell geworden sind. Andererseits kann ich es auch verstehen und finde es gut, dass diese Zeitschrift, die doch bei sehr vielen Menschen beliebt ist, jedes Mal wieder ein informatives (wenn auch sehr kommerzielles) redaktionelles Angebot bietet.
Ich weiss aber auch leider keine Patentlösung und schlesslich steht es ja JEDEM Menschen frei, welche Lektüre er “zu sich nimmt”.
Weitere Anregungen zu diesem Thema wären allerdings hilfreich und nützlich und könnten vielleicht auch dafür sorgen das Medien- und Informationsangebot in diesem - doch auch emotionellen und sensibelen Bereich - zu verbessern.