Ulla Schmidt fordert faire Preise
Für den Fall, dass es bei den Arzneimittelausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung zu “dramatischen” Preissteigerungen kommt, hat Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt ein rigides Spargesetz angekündigt. “Probleme bereiten uns neue, patentgeschützte Arzneimittel”, erklärte sie, ”Dieser Markt explodiert.” Entweder verständige sich die Pharmaindustrie bald mit den Krankenkassen über faire Preise, “oder die Regierung muss handeln”.
Die Notwendigkeit eines solchen Eingriffs in den Markt verdeutlichte die SPD-Politikerin am Beispiel der Tumorbehandlung. Hier kämen bei manchen Therapien schnell Arzneimittelkosten von bis zu 60.000 Euro zusammen. Spargesetze zeigten gegen solche Tendenzen Wirkung. So seien bei den Nachahmerpräparaten die Preise in Deutschland um bis zu 30 Prozent gesunken.