NOWEDA übernimmt Kapferer

Es ist schon ein größeres Erdbeben im Großhandelsmarkt: Die NOWEDA Essen übernimmt die W. Kapferer KG mit den Filialen Mosbach, München, Rossau und Friedrichsthal. Damit ist die NOWEDA dem erklärten Ziel, eine bundesweite Belieferung zu ermöglichen, ein deutliches Stück näher gekommen.

Dass Kapferer übernommen werden könnte, war ein offenes Gespräch in den letzten Monaten, da es sehr ruhig um das Unternehmen geworden ist. Im September 2001 hat man sich aus der Kooperation der privaten Großhandlungen “PHARMA PRIVAT”  zurückgezogen. Seitdem werden aber an einen pharmazeutischen Großhandel mehr Anforderungen gestellt, als nur günstig zu beliefern. Auf die vielen Fragen der Zukunft braucht man Antworten und diese Antworten ist die W.Kapferer KG schuldig geblieben.

In dem Fax an die Apothekenkunden, welches in diesen Stunden versendet wird, wird auch gerade auf die “wachsende Notwendigkeit, sinnvolle attraktive Zusatzleistungen für die Zukunftssicherung unserer Kunden anzubieten” hingwiesen. Es scheint so, dass die Brüder Wolfgang und Claus Kapferer vorerst für die NOWEDA weiterarbeiten.  

29 Reaktionen zu “NOWEDA übernimmt Kapferer”

  1. Peter Dietz

    ….eine gute Entscheidung für beide Unternehmen und eine sehr gute für die Apotheker.

  2. Fred Frensch

    Das ist eine gute Entwicklung. Zwei Unternehmen gehenzusammen, welche für die inhabergeführte Apotheke stehen. Jetzt kann man mit Kapferer/ Noweda und - oder Sanacorp gut einkaufen ohne die Anderen
    ( GEHE-PHÖNIX-ANZAG etc.) kontakten zu müssen.

  3. Beobachter

    Naja….ganz so einfach ist dies nicht. Man sollte bei dieser Betrachtung nicht vergessen, dass es noch ganz andere private Großhandlungen gibt! Mich ärgert es schon “meinen” Privaten jetzt in anderer Hand zu sehen!

    Für die Apotheken ändert sich da nicht viel, nur dass man jetzt die guten Rabatte von Kapferer gegen die Spielereien der NOWEDA eintauschen muss - dies ist kein Vorteil für meine Apotheke. Ich weiß noch nicht, was ich mit meinem Hauptieferant Kapferer mache. Mal sehen was der AD sagt?

  4. Klaus

    Sehr geehrter Herr Frensch,

    es gibt noch viele andere private Großhandlungen, auch von der Linde.

  5. Fred Frensch

    Lieber Klaus,

    die anderen privaten GH wollte ich auch nicht mit den Genannten in einen Topf werfen.

  6. Mario Merlenz

    Als Pharmaziestudent (und fast fertiger Apotheker) mache ich mir da schon ein paar Gedanken….Jetzt gibt es also vier bundesweite Gruppen und die privaten Großhandlungen. Wo führt dies hin beim DTP - stellen die sich da jetzt alle auf?

    Obwohl ich das Studentenprogramm der NOWEDA sehr begrüße, ist mir der Laden sehr suspekt. Mein Vater ist Mitglied der eG und wundert sich schon, warum er da nicht gefragt wurde, wie ein solches Invest getätigt werden konnte…..

  7. was passiert?

    Für Kapferer und die NOWEDA ist dies schon sehr gut - auch für uns Apotheken ist dies besser, denn wenn ein Russe da rein wäre (von dem spricht man ja). Aber ich habe mich bei Kollegen in NRW erkundigt….naja. Leistung gut, Konditionen und Sammelrechnung mies. Wie hätten die dies auch stämmen können, wenn der niedrige dreistellige Millionenbetrag stimmt, über den online berichtet wird.
    Wer zahlt dies? Ich in Zukunft als Kapfererkunde oder die NOWEDA Kunden über die Rabatte, vielleicht haben die dies ja schon gemacht? Die NOWEDA soll noch 1,4 Prozent verdienen und dies in einem Marktumfeld, wo alle rot schreiben (sollen)?

  8. Christian

    Lieber Beobachter,

    es mag ja sein, dass Sie sich ärgern. Aber was ware die Alternative gewesen?

    Wäre es Ihnen lieber gewesen, wenn Celesio &Co zugeschlagen hätten, oder auch Medco, die gerade als Sprungbrett für den Deutschen Markt die “Apotheek Venlo” gekauft haben? (siehe aktuelle AZ).
    Das kann ich mir nicht vorstellen.

    Wenn es den Kapferers nur ums Geld gegangen wäre, vielleicht hätten Sie ja an andere verkauft.. Wer weiss?

    Wieso ärgern? Ich find das toll, das die NOWEDA nun bundesweit vertreten ist. Sie erhalten ja nicht eine Tüte “Spielereien”, sondern in meinen Augen zukunftssichernde Konzepte für unsere Apotheken.

    Wie Sie merken, bin ich und meine Frau mit der NOWEDA sehr zufrieden. Ja, ich gebe zu, auch ich habe die NOWEDA zum besten Großhandel gewählt. Ja ich gebe zu, ich gehe zu den Generalversammlungen der NOWEDA und freue mich, dass wir Apotheker alleinige Inhaber der NOWEDA sind.
    Wir haben unser Geschick selbst in den Händen. Das kann sonst niemand mehr von sich sagen.

    Was soll daran schlecht sein?….

  9. Klaus

    Klasse, dass die Noweda jetzt endlich bundesweit vertreten ist. Was besseres konnte den Apothekerinnen und Apothekern nicht passieren.
    Es gibt kein Unternehmen in der Branche, das so konsequent die inhabergeführte Apotheke in ihrem Focus hat , wie die Noweda. Und das mit großem Erfolg. Jederzeit nachzulesen im Geschäftsbericht der Noweda auf der letzten Seite.
    Im Übriegen: sie wurde vor wenigen Wochen von den Apotheken zum dritten Mal hintereinander zum besten Pharmagroßhandels Deutschlands gewählt.

  10. Redaktion

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    über die positive Seite haben jetzt alle NOWEDA`ner nun ausführlich berichten dürfen - ich bitte dies nun ein wenig einzuschränken und nicht die Lobeshymnen der PR Texte hier zu wiederholen. Es wirkt nun wirklich nicht mehr echt.

    Wir hatten alleine heute 100 Zugriffe der NOWEDA - der ein oder andere Kommentar wird aus dieser Quelle kommen. Herzlichen Dank dafür, aber die Provider kann man erkennen. Dies ist ein Hinweis für das nächste mal….  

     

  11. Billy

    @Christian:
    Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Schau dir deine Monatsrechnungen mal ein wenig genauer an. Unsere Bezugs- und Verhandlungsmöglichkeiten über die Großhändler werden mehr und mehr eingeschränkt. Das Oligopol wandelt sich zunehmend zum Monopol. Der “Private” ist der Regulator. Ehrlich und offen.

  12. Winfried Meyer

    @ Mario Merlenz 16.07. , 21:59 h

    Lt. “apotheke-adhoc” beschäftigt Kapferer 380 Mitarbeiter und beliefert eigenen Angaben zufolge rund 1700 Apotheken. Der Noweda-Aufsichtsrat habe der Übernahme bereits zugestimmt; eine Abstimmung der 6500 Mitglieder sei laut Satzung nicht vorgesehen. […] Während sich die Noweda über die erreichte bundesweite Präsenz freue, dürfte man vor allem bei der Sanacorp der Gebietsausweitung mit Sorge entgegensehen. Denn mittlerweile machen sich die apothekereigenen Unternehmen zunehmend Konkurrenz. […] Bei den privaten Großhändlern gab man sich indes gelassen: Kapferer habe bereits seit 2001 nicht mehr an den gemeinschaftlichen Aktivitäten von Pharma Privat teilgenommen und spiele für die Flächendeckung der inhabergeführten Großhandlungen keine Rolle, hieß es
    ( Fortsetzung mit “Wertung” folgt anschließend )

  13. Winfried Meyer

    @ Mario Merlenz

    wer bestimmt wann was in einer e.G. in welchem Ausmaß ?

    Entwicklungen wie bei der vermeintlich “apothekereigenen” Sanacorp zur AG ? , die neuerdings die Vertikalisierung mit Pfizer & Co. vorantreibt, mit fragwürdiger Zustimmung vom DAV-Keller .

    “inhaber(macht)geführt” ade ? , demnächst auch in der Apotheke kein Alleinmaß mehr (e.K.) ?

    WIE kann das sein ?
    Zusammenhänge vielleicht erklärbar mit dem Schaubild
    apothekenforum.com/htm/abdaorg.html ?

    Könnte in Anlehnung an das Österreichische Modell eine Apothekenbetriebsstättenform einer klassischen KG mit Approbiertenpflicht für den Komplementär eine EU-Kompromisformel sein ?

  14. Friedrich

    @Billy:

    Sicher hast Du Recht, da läuft es hin. Ein GH, keine Spielräume, so wirds kommen, so will es die Politik. Dann will ich aber mitbestimmen und nicht bestimmt werden.

    Wo haben denn die Privaten reguliert? Oder wo Ist nicht eher das Modell der Privaten gerade gegen die Wand gelaufen, weil Sie supertolle Rabatte gaben, aber Verluste machen.

    Das erinnert mich an die Kollegen die die Bauckalkulation angestellt haben und Ihre Packungen im Internet verramschen. Auch diese werden nicht die Apotheke vor Ort ersetzen können.

    Ehrlicher und offener als die Genossen sind Private sicher nicht, da auch die Privaten nur aus Gewinn Investitionen in die Zukuft tätigen können. Die Gewinne werden bei noweda an die Inhaber wieder ausgeschüttet, was ich bei den Privaten auch vermisse…ganz ehrlich.

    @christian:
    volle Zustimmung zur Kaufbewertung.

    @mario:
    Soweit ich weiss, bestimmen die Apotheker aus Ihren Reihen Aufsichtsräte, die den Vorstand kontrollieren und als Vertreter der Inhaber handeln. So wie der Bundestag auch, wo die Volksvertreter ja auch das ein oder andere beschließen. Sonst wäre ein Club mit mehr als 5 oder 6000 Mitgliedern auch nicht zu organisieren.

  15. Winfried Meyer

    @ Klaus 16.07. , 19:50 h

    mit Dr. Klaus G. Brauer hätte die NOWEDA (siehe Aufsichtsrat) auch ein Sprachrohr (DAZ) , genauso wie die Sanacorp indirekt mit der GOVI-PZ , ebenso wie Pharma-Privat mit hiesigen Apotheken-Nachrichten oder die Celesio-Group mit dem DocMorris-Blog, schnuppern lassend auch dem Laienpublikum zumindest Einblicke in die Branche gewährend like “Spitze der Eisberge” .

    Wie heißt eigentlich das Bindeglied zwischen Bertelsmann Ex-BSMO einerseits und der Merkle-Group andererseits ?

    … und wie und mit wem will Herr Patrick Hollstein Meinung machend wirkend ? , neuerdings vielleicht mit Gesine + Torre ?

  16. Winfried Meyer

    @ Billy 17.07., 19:10 h

    Sie sehen Ihre Verhandlungsmöglichkeiten gegenüber den Großhändlern “schwinden” ?

    Wie bitte ? ich hör wohl nicht recht ! Betrachten Sie sich in 2008 etwa immernoch als Kunde des Großhandels, der die einzelnen Großhändler gegeneinander (preislich = Rabatt) auspielen könnte ? , womöglich noch in Koop-Gruppenbildung ausserhalb der Gläubiger=Großhandelsszene (Lieferantenkredite) ?

    Seit etwa 10 Jahren existieren stattdessen Verhandlungsmöglichkeiten zur PARTNERSCHAFT zwischen GHs und Apo e.K.s , die jetzt EU-bedingt vielleicht münden in die Kommanditistenstellung der GHs in einer Apotheke-KG, also Umwandlung von Fremdkapital in Kommanditisten-Beteiligung an einer Endverbraucher/Patienten-Distributionsstelle (= akademischer Facheinzelhandel) , bevor es bei weiterer Blockadehaltung von ABDA & Co. , insbesondere den roten-A-Trägern um DAV-Keller, etwa zu einer ärztlichen Dispensionsfreigabe like Swisse-Modell kommt oder gar dem “Damoklesschwert” namens Vertikalisierung.

    Die technischen Möglichkeiten zu solchen “neuen” Logistikmechanismen unter Einhaltung der EU-Definition bzgl. “Schutz der Gesundheit” sind schon längst eingerichtet ! AUGEN auf !!!

  17. Beobachter

    ..Die Diskussion hier spiegelt wohl das Bild wieder, welches die NOWEDA hier bundesweit hinterlässt - man glaubt, oder man glaubt nicht. Es hat eher etwas klerikales.

    @Friedrich
    Das Modell Kapferer ist nciht das private Modell. Kapferer hat geliefert, aus Mosbach lief dies gut und günstig. Von E+I aus Würzburg habe ich einen ganz anderen Eindruck. Da wurde einiges getan, ich hatte oft den Eindruck, dass eher zuviel in Konzepten gedacht wurde. Aber die haben einen anderen Weg, der wohl sehr erfolgreich ist…
    Die Noweda schüttet 13% aus - auf die Einlage von vielleicht 5000 EURO - dies ist nicht gerade üppig.
    Die Privaten schüten natürlich nicht aus, aber dies will ich in meiner Apotheke auch nicht - ich bin lieber auf Augenhöhe gewesen, als Teil einer Maschinerie

    Den Bundestag und den Dünkel der Abgepordneten und der Mininster mag ich nicht, dies sieht bei den anderen Vertretern ähnlich aus. Oder will mir hier einer ehrlich sagen, dass Politik von den Abgoedneten gemacht wird? Es ist eher das System, dass die Abgeordneten beeinflusst - dies ist in einer großen Genossenschaft doch nicht anders?

    Ich habe einen gesunden Skeptizismus gegenüber allen drei Formen der pharmazeutischen Großhandlungen. Die Konzerne möchte ich hier lieber nicht diskutieren, die oft religiöse Verehrung der Genossenschften (wie ich sie von der EGWA noch kenne - dies scheint in der NOWEDA fast noch schlimmer zu sein, dies kann man auch den Kommentaren hier entnehmen) ist mir sehr suspekt, bei den Kapferern hatte ich mich bisher gut aufgehoben gefühlt, dies war eine klare kaufmännische Gemeinschaft auf Augenhöhe!

    So jetzt gehe ich wieder meinem Nachtdienst nach, denn die Patienten sind mir nun doch wichtiger als diese Geschichte…

  18. Billy

    @Friedrich: Du bestimmst bei der Noweda gar nichts mit, wenn du nicht da oben irgendwo sowieso angesiedelt bist, was deine Äußerungen in Richtung Christian vermuten lassen.
    Die “Gewinne” des Privaten sehen wahrscheinlich nicht unbedingt viel anders aus als das Gehalt des Herrn Hollmann. Ich bin sicher, dass ein nicht unerheblicher Teil in die Aufrechterhaltung derer eigenen Unabhängigkeit und der der Apotheken fließen. Mein “privater Großhändler” ist mit mir auf Augenhöhe, die Konzepte sind stimmig und die mit ihm getroffenen Vereinbarungen werden nachvollziehbar eingehalten. Das ist mir 100x lieber.

  19. Frank Weißes

    Das sind ja eigenartige Kommentare. Der eine erklärt,was keiner versteht, der andere stellt Behauptungen auf, die nicht stimmen, wieder einer nennt Zahlen (z.B. 13% Dividende auf die Grundanteile der Noweda) die falsch sind. Scheint ja hier eine clevere Runde zu sein.
    Fakt: Die Qual der Wahl:
    1. Konzerne, die Ihren Weg einschlagen (Gewinnmaximierung!),
    denen dabei die Apotheken dabei ziemlich egal sind!
    2. Kleine Private, die kaum eine wirkliche Chance haben werden!
    (auch wenn sie aktuell eine top Leistung erbringen!)
    3. Eine Genossenschaft, die “altbacken” klingt, aber gar nicht
    so der Realität entspricht, ein paar “Macken” hat, die
    bereinigt sind (oder werden), aber letztlich IMMER auf
    Apothekerseite steht!

    Na, was ist denn das Beste und Sicherste für die deutschen Apotheken?!?!. Wenn man niemanden favourisiertn will, dann entscheidet man sich eben für den, der von (so sagen wir mal) allem “übel” noch die besten Perspektiven bietet!
    Übrigens: In der Politik ist es doch immer so!

    Und: “Hurra wir leben noch”! Und das im Vergleich mit anderen Ländern der Welt außerdem auf recht hohem Niveau!
    Wenn man das auf die Zukunft der deutschen Apotheken spiegelt, ist das ein verdammt gutes Ergebnis!!!!

  20. Hans-Peter Kossendey

    Lieber Herr Merlenz,

    zur Sorge ist doch kein Anlass! Wir sollten das positiv sehen, denn mit der Übernahme ist ein weiteres apothekereigenes Unternehmen bundesweit present. Was kann uns besseres passieren, wenn wir unseren Unternehmen Einfluss auf den Markt haben. Und zum Thema “DTP”: Die NOWEDA hat doch immer wieder deutlich gesagt, dass sie im Gegensatz zur Sanacorp diesem Vorgehen sehr distanziert gegenüber steht.

    Sie sind Teilnehmer der betriebswirtschaftlichen Seminarreihe der NOWEDA an den Universitäten. Das ist gut so, weil ich das Engagement der NOWEDA begrüße. Ihre versteckte Kritik kann ich nicht verstehen. Kann es sein, dass Sie nur unzureichend über die NOWEDA informiert sind?

    Mit herzlichen Grüßen
    Hans-Peter Kossendey

    Hans-Peter Kossendey
    Hauptstr.22 – 26215 Wiefelstede
    e-mail

  21. Mario

    ..ganz schön was passiert auf diesem blog hier!

    Hallo Herr Kossendey,

    unzureichend informiert sind wir nicht - in dem Interview von Herrn Hollmann in der DAZ wird ja die Wichigkeit einer bundesweiten Anwesenheit definiert. Die Frage nach dem Warum stellt sich da schon - natürlich doch auch um bundesweite Angebote zu machen. Auch die Sanacorp ist eine Genossenschaft und will plötzlich in DTP machen, weil es sicher kommt.

    Kritisch darf man doch auch bei der NOWEDA sein, oder?

  22. Ein Berliner Apotheker

    Liebe Kollegen,

    ich finde es sehe sehr bedauerlich, dass ein privater GH damit in eine Großkapitalgesellschaft umfunktioniert wird. Mit NOWEDA habe ich in Berlin keine guten Erfahrungen gemacht.Und, meine Damen und Herren, wissen Sie was ” EA ” auf der Sammelrechung von NOWEDA heißt? Ich sage es Ihnen: “ERTRAGSAUSFALL: 150 Euro!” Man bleibe mir mit NOWEDA vom Hals, ich war da nur 3 Monate Kunde und bin geheilt. Und die Wahl zum besten Großhandel? Lächerlich, weil nicht objektiv, habe daher “markt intern”-Abo gekündigt. Jetzt gibt es noch weniger Auswahl.
    Ich bleibe jedenfalls bei PPL in Koblenz und VEDONO, da sind die Rechnungen korrekt, ohne 0,x% für Beschaffungspauschalen oder so.Man muß auch nicht die Rechnungen durch Außenstehende prüfen lassen! Und außerdem wird jeder Artikel rabattiert, im Gegensatz zu NOWEDA und den anderen.

    Wer braucht diese Extraleistungen vom GH? Ich nicht, muß man nur bezahlen und dann sind wir wieder alle gleich.

    Schade Kapferer, der Hecht im Karpfenteich wurde verspeist.

    Ich hätte gern bei Kapferer gekauft, aber der Außendienstin Berlin war leider der Ehemann meiner Konkurrenz, das wäre nicht gut gewesen.

  23. Winfried Meyer

    Lieber Berliner Apotheker,

    Sie schreiben u.a. :
    ” […] Wer braucht diese Extraleistungen vom GH? Ich nicht, muß man nur bezahlen und dann sind wir wieder alle gleich. […] ”

    wenn alle Apotheker ECHTE + FREIE Unternehmer e.K.s (wie Sie ? ) wären, dann wäre die Gründung einer z.B. MGDA (LAVs-Tochter) u.ä. vor Jahrzehnten doch unnötig gewesen, oder nicht ? , statt bis heute indirekt zwangsbezahlt zu werden von zumindest 18.000 rote-A-DAV-Logo-Träger durch Mitgliedsbeiträge anstelle “Kosten” (grins) …

    Zumindest waren/sind die Apotheker als “Klein”-Mittelständer auf gleicher Augenhöhe mit den Privaten-GHs, incl. vonderLinde, jetzt leider ohne Kapferer.

    Einwirkungs- und Mitgestaltungsmöglichkeiten des Apothekenwesens haben alle 55.000 Approbierten über die Kammerzwangsverpflichtung, eine Minderheit (= e.K.s) sogar über GH-Genossenschaftsanteile -
    angeblich, falls Satzung nichts anderes bestimmt wie z.B. bei Noweda)- , halt wie bei der ABDA und Sanacorp.

    Wenn die Apotheker ihr berufspolitisches Stimmrecht nicht authentisch wahrnehmen, z.B. in Kammerversammlungen trotz aller dortiger vereinsmeierischer Widrigkeiten, dann werden sie fremdbestimmt ohne Eigenrechte, genauso wie es den Kapfererbrüdern letztendlich nicht gelungen ist im ENGEN persönlichen Kontakt zu ihren Kunden, die letzteren zu ECHTEN Unternehmer-PARTNERN zu animieren, statt lediglich (rabatt)”konsumierende” Kunden des Großhandels zu sein.

  24. apotheker aus dem wilden norden

    Lieber Berliner Kollege,

    die Rucksackgroßhändler sind nicht die Lösung. Hinter der PPL ist ein privater Großhandel - Krieger Koblenz, bei Vedono soll es die Phönix sein. Genauso war es schon bei der ersten Pleite aus Koblenz, denn die momentanen Rabatte der Großhändler sind höher als die von einzelnen Produkten dieser Damen und Herren. Dazu ist es so, dass es die komplette Belieferung durch die “Rucksäckler” nicht gibt, es sind große Sortimente, die ich dennoch bei einem anderen Großhändler bestellen muss, da verliere ich dann Verhandlungsmasse.

    Wir unterstützen damit nur ein System, welches einen wesentlichen Teil unserer Hauptdienstleistung korrumpiert - schnelle und sichere Belieferung! Dies kann nicht unser Ziel sein, da sind wir nicht anders als die Versender. Und dafür sid Ihre Argumente nicht stark genug.

  25. Winfried Meyer

    @ Mario + @ Ap.a.d.wilden Norden

    Danke, daß Sie als Approbierte hier an dieser Stelle SYSTEM-Kritik üben bzgl. der unternehmerischen Ziele als “freier” pharmzeutischer Heilberufler und der Reflektion über “Kaufmanns”-Verhalten.

    U.a. dazu rege ich eine Diskussion an, die im Vorfeld zum Apo-Tag München-08 bereits in den Kammerversammlungen geführt werden muß, bevor die Selbstverwaltung durch Advokatentum (in D + EU) ad absurdum geführt wird.

    z.B. :
    Auf der Vertreterversammlung hatte sich Sanacorp-Vorstandschef Manfred Renner […] das Plazet der Genossenschaftsmitglieder geholt […].
    Laut Renner lässt sich diese „Mutation der Arzneimitteldistribution“ nicht verhindern […] , “wenn schon denn schon” , so das rein-merkantile Einknicken auch vom DAV-Keller-Zermonienmeister in Verbands-Diktatur .
    Wo bleibt die Standhaftigkeit des HEILBERUFLICHEN Freiberuflers in Kontrollfunktion zwischen Pharmaindustrie einerseits und PatientVerbraucher andererseits ???

    Doch hier diegleiche rote-A-Träger-Position wie bereits im Aut-Idem-Thema vor Jahren seitens der DAV-majorisierten Kammern bzw. seitens der satzungsvergewaltigten ABDA ( = DAV-Kette von unten ) : O-Ton- Keller damals :
    ” Wir Apotheker können mit einer eigen aufgestellten Präparateliste zur Negativliste doch nicht die Interessen der Pharma-Industrie tangieren ”

    Wieso eigentlich nicht ??? , als angebliches Korrektiv in hoheitlicher Aufgaben-Ausführumg K.d.Ö.R. …

    Manfred Renner (AG-Vorstand) , ähnliches bei STADA-AG, etc. etc. etc.

    Die Apotheker e.K.s habens vorzüglich verstanden, aus “heilberuflichen” GENOSSEN in e.G.-Koops (auch Kammergrundgedanken) zu Kapitalisten zu mutieren (DAVs-Obere mit Pöstchen)

    … meine Meinung …

  26. Ein Berliner Apotheker

    Lieber Kollege aus dem Wilden Norden,

    es mag sein, dass bei Ihnen die Rabatte höher sind als bei Vedono bzw. PPL. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass es bei PPL und Vedono keinen Strukturausgleich von 0,48% (Sanacorp) bis 1,7% (Anzag) gibt ,ferner noch Skonto von 1 % , sind dies o h n e monatliche Mindestgröße schon gute Konditionen für die Durchschnittsapotheke in Berlin!!!
    Ich selbst habe eine nachweisbare Lieferfähigkeit von 97%, wobei ich beim klassischen GH nur ca. 8% des monatlichen Umsatzes beziehe und mich an einem Verkehrsknotenpunkt befinde! Und ich habe einen sehr guten Wareneinsatz unter 70%!Trotz einer Reihe von HIV-Patienten im Szenebezirk in Berlin! Jetzt sagen Sie nicht, Vertreter machen Arbeit. Stimmt, darum empfange ich auch keine!
    Und wenn Sie meinen, dass PPl und Vedono nicht alles haben, stimmt das auch, aber der örtliche GH hat auch nicht alles! Die Worte “Zulieferung möglich ” oder “nicht geführt” kann man doch schon nicht mehr ertragen.Zum anderen gibt es genug Beispiele, wo die Rabatte im Non-Rx-Bereich zwischen dem örtlichen GH und PPL/Vedono bis zu 31%-Punkte betragen!
    Der örtliche GH möge seine Vertretergeschwader (ein normaler GH-ADM verdient durch aus monatlich 5.000 € brutto und mehr!!!) einschränken, die Anzahl der Touren reduzieren, nicht jeden Schnuller per Sondertour bringen, wenn gewünscht, und in so mancher Hinsicht selbst sparen und nicht uns mit Strafzöllen von 0,X% bis … belegen!
    Außerdem sind bei VEDONO/PPL die Rechnungen korrekt und bis auf den letzten Cent nachrechenbar! Das ist bei k e i n e m anderen klassischen GH so.Die haben immer Zeilen, um etwas von der Rabattierung auszuschließen. Sie glauben es nicht? Wenden Sie sich z.B. an Firmen, die GH-Rechnungen prüfen, Monat für Monat! Oder wie kommt es denn, dass ein eh. NL-Leiter eines GH selbst Rechnungen prüft und immer wieder Differenzen mit den zugesagten Rabatten feststellt???? Und dies bis zu mehreren Tausend € im Quartal!

    Das dazu.

    Ich weiß, wovon ich rede. Ich kann Sie gern diesbezüglich anrufen!

    Übrigens, es gibt auch legalen Bezug bei einem Reimporteur unter Grosso!Der sitzt in Barcelona und ist auch in Ihrer ABDATA-Liste aufgeführt!

  27. martin

    Bezug über PPL / Vedono.etc. ..dies wird in Zukunft nur bedingt möglich sein.
    DTP wird unsere Apothekenwelt massiv verändern..richten wir darauf ein, dass wir in Zukunft 2,3,4 oder 5 GH als Geschäftspartner haben werden..oder ich bediene die täglichen Rezepte nicht mehr.
    Zukunftsmusik? Mitnichten..in ganz naher Zukunkt wird der Markt vor dieser m.e. größten Veränderung für die deutsche Apotheke und den GH stehen..
    Die Apotheke wird ein Großteil des Sortimentes zu Skontobedingungen 0,5-1,00 % einkaufen können…das war`s..das war`s dann auch für viele Apotheken..

  28. Peter

    Jetzt haben Sie den Kehr nicht übernehmen können, jetzt bauen die einfach mit unserem Geld in Peine! Ich werde meine Anteile kündigen!!!

  29. Rolf Bertlein

    Es ist bestimmt für die Apotheker ein Nachvollziehender Aspekt der Zusammengang der GH .Aber denkt einer mal an das Personal .Ich war einer der Fahrer der die Apotheken in Rhein Main in Tages und Nachtouren beliefert habe (ca 50 Kunden ) die ich auch persönlich kannte.Mit dem Service und der Zuverlässigkeit waren alle über 14 Jahre sehr zufrieden .Als Noveda den Kapferer übernahm waren alle Leute Ihren Job los da Noveda ein Billig Unternehmen engagiert hat .Kapferer war ein gutes Familien Unternehmen dessen Verkauf ich sehr bedaure

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