Schlecker vor Einstieg in den Apothekenmarkt

Die Planungen von Schlecker für einen Einstieg in den deutschen Apothekenmarkt scheinen nun zu Handlungen zu führen. Dies berichtet die „Financial Times Deutschland“ (FTD) als Ergebnis eigener Recherchen.

Das Familienunternehmen soll planen, in den Niederlanden eine Versandhandelsapotheke aufbauen sowie – parallel dazu – am Firmensitz in Ehingen einen eigenen Pharmagroßhandel. Dabei spekuliert der Drogist darauf, dass der Europäische Gerichtshof das deutsche Fremdbesitzverbot für Apotheken kippt.
 
Das Regierungspräsidium Tübingen bestätigte der FTD, dass ein Apotheker Klaus Hübner im August dieses Jahres eine Pharmagroßhandelserlaubnis beantragt habe. Dieses Unternehmen (namens Apothekerdienstleistungsgesellschaft (APDG)) solle von Hübner auf dem Schlecker-Areal in Ehingen betrieben werden und, wie es aus Branchenkreisen ergänzend hieß, ausschließlich Schlecker beliefern. Die Genehmigung werde in diesen Tagen erwartet. 

 
Unter dessen wurde aus Kreisen des Bundesverbands der Pharmazeutischen Industrie (BPI) bekannt, dass Schlecker bei der Industrie für sein Vorhaben wirbt.

apotheken-nachrichten berichteten schon zuvor, aber FTD liegt nun ein Schriftstück vor, dass Schlecker nun tatsächlich beabsichtigt über seine Versandapotheke rezeptpflichtige und maximal 600 frei verkäufliche Arzneimittel anzubieten. Den Endverbrauchern wolle man demnach maximal 25 Prozent Rabatt zugestehen.

Eine Reaktion zu “Schlecker vor Einstieg in den Apothekenmarkt”

  1. Apotheken-Nachrichten » Blog Archiv » SCHLECKER macht Ernst

    […] Aber nach Recherchen der Apotheker Zeitung soll es bei dieser Suche um das Streben von Schlecker gehen, einen Call Center in Deutschland aufzubauen. Dies würde auch zu den vorherigen Meldungen passen, eine Versandapotheke in den Niederlanden, einen Großhandel auf dem Gelände von Schlecker und nun auch der Call Center! […]

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