Apotheken Umschau

Auch wenn man sich immer wieder einmal darüber lustig macht, die Apotheken Umschau ist eine der erfolgreichsten Zeitschriften überhaupt und die erfolgreichste Gesundheitszeitung. Über 30% der Bevölkerung lesen eine der beiden monatlichen Ausgaben - diese Reichweite ist außerordentlich.

7 Reaktionen zu “Apotheken Umschau”

  1. duvalle

    Richtig: Die Reichweite ist außerordentlich!

    Außerordentlich ist aber auch folgendes:

    1.) AWA Reichweiten werden stark von der Werbung für ein Produkt beeinflußt (Steigerung des Bekanntheitsgrades). Und werben tut die Apotheken Umschau mit dem Geld der Apotheker ja wirklich außerordentlich viel!

    2.) Ein nicht geringer Anteil der Auflage, geschätzt rund 1 Mio Exemplare, gehen an die Versandapotheken! Das heißt: Die Apotheken Umschau läßt sich die Werbung von den Apothekern bezahlen, zwingt sie so die Umschau zu beziehen und verkauft dann große Mengen direkt an die Versandhändler!

    3.) Außerordentlich ist auch die Preisgestaltung der Umschau. Wenn Apotheker ihre Rechnungen vergleichen würden, dann könnten Sie feststellen, dass es dort viel außerordentliches zu erfahren gibt! Die Preise pro Exemplar sind sehr sehr unterschiedlich. Zudem verdient die Umschau auch sehr gut an den angeführten Versandkosten - die offensichtlich kaum ein Apotheker untersucht.

    4.) Außerordentlich ist auch das Anzeigenaufkommen der Umschau. Neben vielen Apothekenpflichtigen Produkten finden sich auch Anzeigen von z.B. Lebensmittelherstellern. Also Produkten, die es nicht in der Apotheke zu kaufen gibt. Es ist wirklich unglaublich, wie viele Apotheker sich so etwas gefallen lassen.

    Insgesamt kann man Herrn Becker zu seinem Kisok-Geschäftsmodell ohne Remitenten nur gratulieren: Die Apotheke als Abgabestelle für seine Hefte.

  2. hänschenklein

    In der Tat ist es unglaublich wieviele Apotheker sich so etwas gefallen lassen. Unglaublich ist auch wieviele Apotheker sich mit Drohungen der Umschau dazu zwingen lassen die Umschau zu beziehen. So wollte beispielsweise eine Mitarbeiterin von Wort&Bild einem Apotheker auf der letzten Expopharm vorrechnen wieviele Kunden er verliert, wenn er die Umschau kündigt.
    Bemerkenswert scheint mir allerdings, dass alle Apotheken die mir bekannt sind, die keine Umschau haben Jahresumsätze von meheren Millionen Euro fahren. Sie verlieren durch die fehlende Umschau keine Kunden, sondern gewinnen zusätzliche durch eine individualisierte Kundenzeitschrift. So kanns auch gehen.

  3. Brunhilde Keese

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    in einem Heft der Apotheken Umschau gab es unter der Rubrik Rat&Hilfe, Spar-Tipp zu lesen, dass wenn man in ein Krankenhaus ohne Überweisung kommt, 10Euro Praxisgebühr fällig sind. D.h. mit Überweisung eines niedergelassenen Arztes wird die Praxisgebühr von 10Euro nicht fällig. Das stimmt so nicht. Die meisten Krankenhäuser stehen den ambulanten Patienten nur für Notfälle bereit. In diesen Fällen ist die “Notfallpraxisgebühr” einmal im Quartal zu entrichten, unabhängig davon ob der Patient bereits im selben Quartal beim Hausarzt/niedergelassenen Facharzt die Praxisgebühr gezahlt hat. Falls der Patient im selben Quartal eine weitere Notfalleinrichtung aufsuchen muß, so entbindet die vorgelegte Quittung über bereits geleistete Notfallgebühr eine weitere Zahlungsaufforderung.

    Bitte stellen Sie diesen Sachverhalt in einem Ihrer nächsten Hefte richtig. Wir als Krankenhausmitarbeiter haben durch solche Falschmeldungen nur mehr Arbeit.

    Vielen Dank

    Mit freundlichen Grüßen

    Brunhilde Keese

  4. Ullrich Jackus

    Sehr geehrte Frau Keese,

    doch, unsere Meldung in der Apotheken Umschau stimmt.
    Die Regelung steht in §21 (6) des Bundesmantelvetrags Ärzte-Krankenkassen.
    Wichtig ist der Unterschied “ambulante Behandlung im Krankenhaus”
    und “Notfalldienst”. In letzterem Fall hilft die Quittung nicht beim Sparen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Ullrich Jackus
    Apotheken Umschau

  5. Hans Hofmann

    Seitdem täglich zur besten TV-Sendezeit die nervige Werbung der Apotheken Umschau kommt, kaufe ich aus Protest nur über Internet-Apotheken und bin hiermit bisher sehr gut gefahren.
    Die hohen Werbungskosten sollte man zur Verbilligung der Arzneien verwenden. Dies wäre sinnvoller als ständig die Leute “einzulullen”.

  6. Apotheken-Nachrichten » Blog Archiv » Gekaufte Berichte bei Apotheken-Umschau

    […] Die Sendung Frontal 21 hat einen sog. “Skandal” aufgedeckt und behauptet, dass die Apotheken Umschau, eine der größten deutschen Zeitschriften überhaupt, mit Anzeigenberatern agieren, die auch redaktionelle Texte für verschreibungspflichtige Arzneimittel anbieten. […]

  7. Günter Koch

    Sehr geehrte Umschauproduzenten,
    es wäre wesentlich schonender für TV-Zuschauer, wenn Ihre Zeitschrift kostenlos an Haushalte verteilt würde. Sie könnten sich die Werbezeit im TV sparen und die Zuschauer müssten nicht 4 bis 5x am Vorabend die Werbung ausblenden um dem blöden “tüt tüt” der Hämmerchenmethode zu entkommen.
    Es grenzt an Körperverletzung.

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