Norwegen: Apothekenketten unter Betrugsverdacht

In Norwegen ermitteln Polizei und Antikorruptionsbehörde gegen die drei Pharmagroßhändler, die den Apothekenmarkt des Landes zu über80 Prozent beherrschen. Meldungen der Zeitung “Aftenposten”, Oslo, zufolge besteht der begründete Verdacht, dass die drei Unternehmen das Königreich mit manipulierten Arzneimittelpreisen um mindestens 100 Millionen norwegische Kronen (12,3 Millionen Euro) betrogen haben sollen.

In Norwegen übernimmt der Staat bestimmte (blaue) Arzneimittelrechnungen um sicherzustellen, dass jeder Patient unabhängig von seinem Einkommen die Verordnungen erhält. Den Apothekenketten wird vorgeworfen, bei der Abrechnung dieser Rezepte überhöhte Preise verabredet und der Staatskasse auch in Rechnung gestellt zu haben. Da die Patienten jedoch einen Eigenanteil zuzahlen müssen, seien auch sie geschädigt worden.

Offiziellen Angaben zufolge gibt es in Norwegen 575 Apotheken (Stand 2006).Die in Stuttgart erscheinende “Apotheker Zeitung” griff in ihrer Montagsausgabe vom 04.06.2007 den Fall auf und verwies dabei auf die drei betroffenen Unternehmen:

“Apokjeden” landesweit 220 Apotheken. Die Unternehmensgruppe ist im Besitz der deutschen Phoenix AG, Mannheim.

“Norsk Medisinaldepot”, landesweit 130 Apotheken. Die Unternehmensgruppe gehört der deutschen Celesio AG, Stuttgart.

“Alliance apotekene” mit landesweit 120 Apotheken. Sie gehören zur britischen Alliance Boots.

2 Reaktionen zu “Norwegen: Apothekenketten unter Betrugsverdacht”

  1. persona non grata

    ..tjaja…. war da nicht gerade was in Deutschland mit Kartell und so?

  2. Redaktion

    http://www.apotheken-nachrichten.de/2007/04/23/busgelder-fur-pharmagroshandler-bestatigt/

    ich darf darauf hinweisen….

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